Wehenfördernder Tee

Tee in der Schwangerschaft

Frauen müssen während einer Schwangerschaft auf ihre Ernährung besonders Acht geben. So steigt etwa der Bedarf an bestimmten Nährstoffen wie Eisen und Folsäure. Ferner müssen sie mehr Flüssigkeit zu sich nehmen. Einige Lebensmittel sollten während der Schwangerschaft jedoch gemieden werden, da sie die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden können. Dies trifft aufgrund wehenfördernder Eigenschaften auch auf einige Teesorten zu. In den letzten Tagen der Schwangerschaft kann dies ein gewünschter Effekt sein, allerdings sollten Schwangere niemals eigenmächtig auf solche Tees zurückgreifen. Rücksprache mit dem Arzt oder der Hebamme ist immer zwingend erforderlich.

Auf Eisenkrauttee sollte verzichtet werden

Tee aus Eisenkraut wird bereits seit dem Mittelalter gegen Entzündungen eingesetzt. Allerdings fehlt es an Studien, welche die Wirksamkeit der Pflanze aus der Gattung der Verbenen bei Krankheiten nachweisen konnten. Der Geschmack von Eisenkraut ist etwas bitter und sein Aroma für viele Menschen gewöhnungsbedürftig. Zu viel Eisenkrauttee kann außerdem Übelkeit hervorrufen und Erbrechen verursachen.[1] Schwangere müssen den Teeaufguss unbedingt meiden, da er vermutlich wehenfördernd wirkt.[2] Allerdings ist die Studienlage auch hierzu recht dünn, weshalb Hebammen Eisenkrauttee als natürliche wehenfördernde Maßnahme am Ende der Schwangerschaft nur selten empfehlen.

Himbeerblättertee laut Studien wehenfördernd

Demgegenüber war Tee aus Himbeerblättern bereits Teil wissenschaftlicher Untersuchungen. So konnte etwa in einer kleinen und unter ärztlicher Aufsicht durchgeführten Studie nachgewiesen werden, dass der Teeaufguss wehenfördernd wirkt. Die Untersuchung umfasste knapp 100 Schwangere, von denen die Hälfte Teil der Kontrollgruppe waren.[3] Hier war die wehenfördernde Wirkung jedoch erwünscht, da sich die Frauen alle bereits am Ende ihrer Schwangerschaft befanden. Während einer Schwangerschaft müssen Frauen daher auf Himbeerblättertee verzichten. Ob der Tee um den errechneten Geburtstermin als wehenfördernde Maßnahme in Betracht kommt, entscheidet stets der behandelnde Arzt. Schwangere sollten den Aufguss aus Himbeerblättern daher nicht auf Eigeninitiative zu sich nehmen.

Salbei ist nicht nur als Teeaufguss problematisch

Die verbesserte Wundheilung durch Salbei wird in der Naturheilkunde immer wieder betont, obwohl die Studienlage besser sein könnte. Besonders bei Aphthen im Mund werden Produkte aus der Pflanzenfamilie der Lippenblütler häufig empfohlen.[4] Für Schwangere ist Salbei-Tee hingegen tabu. Die sekundären Pflanzenstoffe verursachen Muskelkontraktionen im Körper, was besonders während einer Schwangerschaft problematisch ist, da dies Wehen fördern kann.

Aber auch nach der Geburt sollten Mütter vorerst auf den Tee verzichten, da Salbei die Milchproduktion hemmt. Ärzte empfehlen, die immergrüne Gewürz- und Heilpflanze daher erst wieder nach dem Abstillen zu konsumieren.[5] Salbei ist während der Schwangerschaft im Übrigen in jeder Form bedenklich. Auch Bonbons oder Lutschpastillen sollten vorsichtshalber gemieden werden.

Rücksprache mit dem Arzt ist immer erforderlich

Tee gilt allgemein als gesund, jedoch kann nicht jede Sorte ohne Weiteres von Schwangeren getrunken werden. Besonders bei Teemischungen sollte daher besser zweimal hingeschaut werden, welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Auf wehenfördernde Tees ist während der Schwangerschaft gänzlich zu verzichten. Falls unklar ist, ob eine Teesorte gefährlich sein kann, muss immer mit dem Arzt oder der Hebamme Rücksprache gehalten werden. Auch in den letzten Tagen der Schwangerschaft dürfen wehenfördernde Tees nur nach vorheriger Konsultation getrunken werden.


[1] https://praxistipps.focus.de/eisenkraut-in-der-schwangerschaft-das-gibt-es-zu-beachten_114719

[2] https://www.dr-gumpert.de/html/wehen_durch_tee_foerdern.html

[3] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10754818/

[4] https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Neurodermitis-Schwarztee-lindert-Entzuendung-der-Haut,neurodermitis146.html

[5] https://kfn-ev.de/meldungen/2012-2/238-phytoforschung-salbei-extrakt-auch-zum-abstillen-geeignet/file

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