Backen mit Tee? So gelingt der Genuss mit Matcha

In den letzten Jahren hat sich der Matcha regelrecht als Superfood für die Tasse und die Teeschale entwickelt. Denn in dem grünen Pulver steckt nicht nur ein intensiver Geschmack. Vielmehr sind darin zahlreiche Vitalstoffe gebunden. Kenner schwören daher längst auf das Getränk, das in der japanischen Kultur seit vielen Jahrtausenden geliebt wird – und mit dem auch leckere Kuchen hergestellt werden können. Doch worauf ist dabei eigentlich zu achten und welche Vorteile liegen in der Verwendung des Matchas für Gebäck?

Das Backen mit Matcha und anderen Teesorten hat Tradition

Heute liegt es ganz im Trend, den Tee nicht nur zu trinken, sondern ihn ebenso für die Zubereitung von Gebäck und kleinen Leckereien zu verwenden. Ganz neu ist diese Idee indes nicht, vor allem im Orient wurde das natürliche Getränk bereits vor vielen Jahrhunderten als wichtige Zutat der Bäcker eingesetzt. Meist kam dabei der schwarze Tee zur Anwendung – er gilt mit seinen dominanten Bitterstoffen heute aber als zu intensiv im Geschmack, um für Kuchen und Torten in Betracht zu kommen. Dennoch wurde er in den arabischen Ländern mit Honig, Käutern und Gewürzen oder Milch abgeschmeckt und durfte über Nacht ziehen, ehe er als Geschmacksträger in den Teig gerührt wurde.

Darum ist Matcha zum Backen so gut geeignet

Dass heute in vielen europäischen Küchen vor allem der Matcha für das Gebäck verwendet wird, geht auf eine Entwicklung im 16. Jahrhundert zurück: Seinerzeit erkundeten portugiesische Seefahrer die japanischen Inseln. Aus ihrer Heimat brachten sie Kuchen mit, der mit dem vor Ort verfügbaren Matcha verfeinert wurde. Auf diese Weise entstand eine Kombination aus zwei Welten, vielleicht sogar eine kulinarische Brücke zwischen Asien und Europa. Die Vorteile des Matcha als Zutat liegen vor allem in seinen Inhaltsstoffen. So bringt er eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und Spurenelementen mit. Zugleich gilt er als Motor für die Fettverbrennung im Körper – und hat sich damit längst einen Namen als Superfood erworben.

Darauf ist beim Backen mit Matcha zu achten

Freunde japanischer Grüntees wissen allerdings auch, dass guter Matcha mit hohen Kosten verbunden sein kann. Vor allem die seltenen und nur für feierliche Zeremonien eingesetzten Sorten wären zu schade, um sie als Zutat zum Backen und Kochen einzusetzen. Herkömmlicher Matcha reagiert im Laufe von Wochen aber mit Sauerstoff. In diesem Zustand verliert er einige der in ihm enthaltenen Vitalstoffe. Ebenso verändert sich sein Geschmack. Echte Kenner würden ihn nun meiden – zum Einrühren in den Teig ist er aber immer noch ideal. Eine zweite Möglichkeit besteht in der Nutzung des sogenannten Kochmatchas. Er ist etwas preisgünstiger. Zudem überzeugt er mit seiner grünen Farbe und sein Aroma hält sich dezent im Hintergrund.

So gelingt die Zubereitung des Matcha beim Backen

Doch wie gelangt der Tee denn nun eigentlich in den Kuchen? Hierfür stehen zwei Varianten offen. Einerseits ist es möglich, das Matchapulver fein zu sieben und es in einer Schüssel mit dem Mehl zu vermengen, um daraus unter Nutzung weiterer Zutaten einen glatten Teig herzustellen. Andererseits kann der Matcha zuvor mit warmem Wasser aufgegossen werden. Optimal sind Temperaturen im Bereich der 60 bis 80 Grad Celsius – eine stärkere Hitze würde die meisten Vitamine zerstören. Auf ein Gramm des Tees kommen etwa 50 Milliliter Wasser. Die Mischung sollte jedoch ein wenig ruhen und abkühlen dürfen, ehe sie als Ersatz für Milch oder andere flüssige Beigaben für das Anrühren des Teigs herangezogen wird.

Auch für Kinder können wir einen Kuchen mit Matcha Pulver backen

Rund um den Grüntee und den Matcha stellt sich oft die Frage, ob er denn auch für Kinder geeignet sei. Als Argument wird sein Koffeingehalt genannt, der deutlich höher als jener von Kaffee liegt. Grundsätzlich ist Matcha darum nicht als Getränk für Minderjährige sinnvoll. Beim Backen sieht das allerdings etwas anders aus. Auf die gesamte Menge des Teigs kommen meist nicht mehr als ein bis zwei Gramm Matchapulver. Das ist gerade einmal eine gehäufte Messerspitze. Das Koffein verteilt sich daher auf den ganzen Kuchen – in jedem Stück von ihm sind nur geringe Anteile des Muntermachers enthalten. Da Kinder zudem die grüne Färbung lieben, die der Tee im Gebäck hinterlässt, kann er in der Küche verwendet werden.

Mit Matcha backen und einen leckeren Kuchen zaubern

Als Zutat beim Anrühren des Teigs hält sich der Matcha bis auf die grüne Tönung spürbar zurück. Weder bringt er bittere Aromen in den Kuchen, noch präsentiert er sich geschmacklich auffällig. Oft wird bei der Verkostung kaum wahrgenommen, dass natürlicher Tee enthalten ist. Sollte die beigefügte Menge dennoch einmal etwas höher ausfallen und sich eine leichte Bitterkeit einstellen, kann sie mit Zucker oder Honig abgemildert werden. Im Ergebnis entsteht ein leckeres Gebäck, das mit seiner grünen Färbung vor allem das Interesse von Kindern wecken wird – und das bei richtiger Zubereitung mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen einen kleinen Beitrag zur Gesundheit und zum Wohlbefinden beitragen kann. Denn der Matcha als Superfood entfaltet seine Kräfte nicht nur beim Trinken.
Verwendete Quellen: Matcha – Der grüne Kraftspender | Zentrum-der-Gesundheit.de Spurenelemente und Mineralstoffe im grünen Tee | Gruenertee.com Japanischer Grüner Tee – die wichtigsten Sorten, Wirkung, Geschmack und Zubereitung | Japanwelt.de Matcha zum Backen und Kochen – Eine Frage der Qualität und Wertschätzung | Matcha-Karu.com 5 Fragen an einen singalesischen Chefkoch zum Backen mit Tee | Backenmachtgluecklich.de

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