Vom Samen in die Tasse: Der Weg des Tees

Wer guten Tee kaufen möchte, ist bei uns genau richtig. Immerhin bieten wir eine reiche Auswahl an Kräuter- und Gewürzmischungen, die nicht nur lecker schmecken, sondern die zugleich einen wesentlichen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden leisten. Allerdings lohnt sich gerade hierbei stets ein Blick hinter die Kulissen. Denn was sich farbenfroh und mit tollen Aromen in unserem Shop finden lässt, hat in der Regel einen langen Prozess der Herstellung durchlaufen. Doch wie gelingt es eigentlich, aus dem kleinen Samenkorn ein vollmundiges Getränk entstehen zu lassen?

Die Aussaat erfolgt im Frühling

Wenn sich im jungen Jahr die ersten Sonnenstrahlen zeigen und die Temperaturen die Marke von zehn Grad Celsius erreichen, beginnt die Arbeit auf den Farmen – dann wird der Boden gelockert und das Säen der Kräuter erfolgt. Jeder Landwirt verwendet dabei sein eigenes Erfolgsrezept: Während einige von ihnen herkömmliche Samen einsetzen, vertrauen andere auf besonders alte und über Jahrhunderte hinweg erprobte Züchtungen. Zuweilen wird auch der Gang in die Natur nicht gescheut, um die dort wild wachsenden Pflanzen zu sammeln. Denn nicht jeder Anbau gelingt auf dem Hof – manchmal müssen besondere Umstände vorliegen, damit die sensiblen Kräuter gesund gedeihen können. Darin ist ein Qualitätsmerkmal für den späteren Tee zu sehen.

Auf die optimale Pflege kommt es an

Nach der Aussaat geht es daran, die Pflanzen optimal zu umsorgen. Hier spielen die Auswahl des Bodens, die Häufigkeit des Giessens sowie das Düngen eine zentrale Rolle. Viele Kräuter sind relativ robust beschaffen – sie können auch längere Phasen der Trockenheit, der Hitze und des Nährstoffmangels mühelos überstehen. Mediterrane Kräuter, zu denen etwa Rosmarin, Salbei oder Thymian gehören, sind dagegen deutlich anspruchsvoller und erfordern das ganze Geschick des Farmers. Immerhin besteht das Ziel nicht alleine darin, die Pflanzen innerhalb weniger Wochen zur Ernte zu bringen. Vielmehr sollen ein reicher Geschmack und ein möglichst breites Spektrum an heilenden Wirkstoffen in ihnen enthalten sein.

Vielfach erfolgt die Ernte noch traditionell

Die meisten Kräuter erreichen lediglich eine geringe Höhe. Im Vergleich zu anderen Gewächsen erscheinen sie auch eher filigran. Von der Aussaat bis zur Ernte muss also behutsam mit ihnen umgegangen werden. Denn oft genügen schon kleinste Verletzungen, um eine Pflanze nachhaltig zu beschädigen. Ein Grundsatz, der umso mehr beim Pflücken zu beachten ist: Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft wird bei der Ernte der Kräuter zumeist auf Handarbeit gesetzt. Elektrische Geräte und schwere Maschinen, wie sie häufig für Gemüse und Obst zur Anwendung kommen, sucht man hier vergeblich. Da sich die Ernte zumeist über den gesamten Sommer erstreckt, ist die Arbeit im Regelfall recht mühselig.

Keine Kompromisse beim Trocknen

Doch der Aufwand lohnt sich: Wer einen hochwertigen Tee kaufen möchte, erkennt die Qualität vom ersten bis zum letzten Schluck. Damit die erwünschte Güte aber tatsächlich erreicht wird, müssen beim Trocknen besondere Kriterien eingehalten werden. Hier ist es wichtig, die zarten Pflanzen einer zwar konstanten, aber nicht zu hohen Hitze auszusetzen. Durch den Verlust des Wassers werden der Geschmack und der Nährstoffgehalt in den Kräutern stärker konzentriert. Bereits während des gesamten Prozesses entstehen feine Aromen, die an einen Spaziergang durch die Natur erinnern und die somit unterschiedliche Emotionen wecken können. Vor allem Lavendel- und Rosenblüten entwickeln dabei einen besonders feinen Geruch, der möglichst lange bewahrt werden soll.

Erst die Kombination lässt einen einzigartigen Tee entstehen

Nach dem Trocknen werden einige Kräuter direkt verpackt. Andere hingegen werden als Bestandteil einer Teemischung verwendet. Das Zusammenführen unterschiedlicher Arten darf als traditionelle Kunst verstanden werden: Welche Pflanzen miteinander harmonieren und welche Wirkstoffe erst in der Kombination ihre wahre Stärke für den Nutzer entfalten, beruht auf einem viele Jahrhunderte alten Wissen, das heute oftmals zwischen den einzelnen Generationen der Farmer weitergegeben wird. Neben den bewährten Rezepten wird natürlich viel Neues auf den Markt gebracht – und mitunter gelingt es, einen besonders leckeren und zugleich gesunden Kräutertee entstehen zu lassen, der die Sinne anregt. Eine gute Zusammenstellung erfordert daher Zeit und Kreativität.

Die richtige Zubereitung entscheidet über den Erfolg

Hat der Landwirt seine Arbeit getan, so ist es der Käufer selbst, der die Güte des Aufgusses in der Tasse erheblich beeinflussen kann. Der Tee sollte mit 80 bis 100 Grad Celsius heissem Wasser aufgebrüht werden und etwa fünf bis acht Minuten lang ziehen dürfen. Zumeist ist darin das beste Vorgehen zu sehen, um alle Aromen und Inhaltsstoffe freizusetzen. Bleibt das warme Getränk vor dem Absieben jedoch zu lange stehen, können sich Bitterstoffe aus den Kräutern lösen und somit den Geschmack verändern. Zugleich dunkelt seine Farbe dann nach. Auch in dem Falle würde es aber seine hohe Wirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden beibehalten. Quellen: Kräuter: Erzeugung | Bundeszentrum für ErnährungKräuter richtig trocknen: So erhalten Sie das Aroma | Mein schöner GartenKräutertees unbedingt mit kochendem Wasser aufgiessen | Bundesinstitut für Risikobewertung

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