Gemütlichkeit mit Chai Tee

Ein guter Tee sollte im Mund nicht nur ein unvergleichliches Aroma freisetzen. Vielmehr kann er auch zur Gesundheit und zum Wohlbefinden beitragen. Mehr noch: Er regt die Sinne an, lädt zum Entspannen ein und lässt somit eine ganz besondere Stimmung entstehen. Bereits eine kleine Tasse Chai Tee kann genügen, um in diesen Genuss zu gelangen.

Chai zubereiten, um in tausendundeiner Nacht zu erwachen

Wenn vom Chai Tee gesprochen wird, dann ist das genau genommen etwas widersprüchlich. Denn die Vorsilben «Chai», «Cha» oder «Cay» bedeuten in vielen Ländern der Welt nichts anderes als Tee. Wer mag, kann sich bei der Namensgebung aber an der in Indien liegenden Heimat des Getränks orientieren: Hier ist vom Masala Tee die Rede. «Masala» ist die Übersetzung für «Gewürz» – die Bezeichnung lässt bereits erkennen, was von der warmen Köstlichkeit zu erwarten ist. Tatsächlich handelt es sich bei ihr um einen gekochten schwarzen Tee, der mit Milch, Honig und Gewürzen verfeinert wird. Die Erfahrungen zeigen aber, dass es regional bedingt eigene und ganz typische Abweichungen bei den Rezepten gibt.

Den Chai richtig kochen – und dabei der Gesundheit etwas Gutes tun

Der Ursprung des Chai geht auf die Philosophie des Ayurveda zurück: Kräutern und Gewürzen wurden in dieser indischen Heilkunst erhebliche Vorteile für die Gesundheit der Menschen zugeschrieben. Der Tee an sich soll belebend wirken, die ihn ihm gebundenen Pflanzenstoffe tragen zur Funktionalität des Immunsystems, zur Zellerneuerung und zur Konzentrationsfähigkeit bei. Je nach verwendeten Gewürzen lässt sich zudem eine positive Wirkung auf den Verdauungstrakt feststellen. Magenkrämpfe und Übelkeit können gleichfalls gelindert werden. Die Abwehrkräfte gegen kleinere Krankheiten werden gestärkt. Übrigens enthält der Chai nur eine geringe Menge an Koffein. Er beugt damit zwar kurzzeitig der Müdigkeit vor, wird aber auch abends gereicht, um eine angenehme Nachtruhe zu gewährleisten.

Damit die Schärfe reduziert wird: Den Chai Tee mit Milch zubereiten

Viele der aufgeführten Gewürze bringen einen intensiven Eigengeschmack mit. Ingwer und Pfeffer wirken dabei ein wenig scharf am Gaumen, Zimt oder Kardamom können bittere Noten erkennen lassen. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache. Wem diese Aromen zu dominant sind, der kann sowohl mit Milch als auch mit Honig für Abhilfe in der Tasse sorgen. Beide Zutaten bringen zudem etwas Cremigkeit in das Getränk und lassen es vollmundiger schmecken. Ein weiterer Vorteil: Die in der Milch gebundenen Fette erleichtern es dem menschlichen Organismus etwas, die im Tee und in den Gewürzen liegenden Wirkstoffe freizusetzen und sie zu verarbeiten. Mit geringem Aufwand wird also der Gesundheit etwas Gutes getan.

Die Chai Tee Ziehzeit beachten, um in den Genuss aller Gewürze zu kommen

Damit der Chai seine ganze Stärke für unser Wohlbefinden ausschöpfen kann, muss das Wasser die Wirkstoffe aus den Gewürzen lösen können. Doch welchen Einfluss besitzen diese eigentlich auf den Organismus? Anis: Wirkt sich positiv auf alle Organe aus, verlangsamt die Alterung der Zellen und tötet Bakterien im Magen-Darm-Bereich ab. Fenchel: Besitzt eine Vielzahl an ätherischen Ölen, die auf unterschiedliche Weise zur Gesundheit und zum Wohlbefinden beitragen. Ingwer: Regt die Verdauung an und ist ein kleines Kraftpaket, das mit diversen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen daherkommt. Kardamom: Wird zur Stärkung des Herzens und zum Lösen von Krämpfen verwendet. Pfeffer: Hilft bei Magenschmerzen und Blähungen. Das im Pfeffer enthaltene Piperin unterstützt zudem die Heilwirkung anderer Gewürze. Zimt: Ist nicht nur ein wichtiger Geschmacksträger, sondern beugt auch Entzündungen und dem Wachstum von Krebszellen im Körper vor.

Die Chai Tee Zubereitung einfach erklärt

Wer die Köstlichkeit daheim ausprobieren möchte, sollte zunächst schwarzen Tee aufsetzen. Alternativ kommen grüner Tee oder Rooibos in Betracht. Parallel dazu werden in einem kleinen Topf etwa 100 Milliliter Wasser zum Kochen gebracht. Darin dürfen die Gewürze für zehn Minuten sieden. Die Flüssigkeit sollte nunmehr noch weitere zehn Minuten ruhen dürfen, ehe sie mit dem Tee vermischt wird. Hierbei ist alles erlaubt, was schmeckt. Die Erfahrungen zeigen aber, dass ein Verhältnis von zwei Teilen Tee und einem Teil des Gewürzsuds die besten Aromen freisetzt. Von Milch und Honig sollten hingegen nur geringe Mengen hinzugegeben werden, um den Geschmack zwar abzumildern, ihn aber nicht gänzlich zu verfälschen.

Für gemütliche Stunden lohnt es sich, den Chai Tee richtig zuzubereiten

Bleibt eigentlich nur noch die Frage, wie der Chai denn am besten getrunken wird. Aufgrund seiner hohen Temperaturen und der in ihm enthaltenen Gewürze eignet er sich perfekt für lange Abende im Herbst und im Winter. Gemütlich auf der Couch liegen, gute Gespräche führen, ein interessantes Buch lesen – und sich dabei ins Reich der Träume verführen lassen. Das tut nicht nur dem Körper gut, sondern entspannt auch den Geist und regt die Sinne an. Wer mag, kann den Tee nach der Zubereitung aber auch abkühlen lassen und ihn kalt trinken. In dem Zustand stellt er den idealen Durstlöscher für die warmen Tage dar und versorgt den Körper zugleich mit wertvollen Mineralstoffen.
Verwendete Quellen:
Wissenswertes über Chai Tee | Tee-Handelskontor-Bremen.de Chai Tee in der Ernährung | Verbraucherservice-Bayern.de Chai Tee: Bedeutung, Ursprung und Zubereitung des beliebten würzigen Tees | Teepod.de Chai Tee und Chai Latte – wohltuend dank gesunder Wirkung? | Gesundheit.de Chai Tee zubereiten | Tea-Club.de

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