Tee-Kräuter sammeln

Zahlreiche Pflanzen, Früchte und Kräuter eignen sich für einen Teeaufguss. Dies verspricht geschmackliche Vielfalt, die sonst kein anderes Getränk besitzt. Tee-Kräuter lassen sich auch hervorragend selbst sammeln. Einige Pflanzen wachsen auf Wiesen und am Wegrand oder können im eigenen Garten gezüchtet werden. So lassen sich leckere Tees zaubern, bei denen man sich sicher sein kann, wo die Zutaten herkommen.

Brennnessel und Spitzwegerich aus der freien Natur

Gewächse, die sich für Tee besonders gut eignen, begegnen uns häufig direkt am Rand von Wanderpfaden. Brennnessel und Spitzwegerich zählen hierzu und stechen vor allem durch ihren ganz eigenen Geschmack hervor. Brennnesseln lassen sich vor allem an sonnigen oder halbschattigen Orten entdecken. Es bietet sich an, vor allem jüngere Pflanzen zu pflücken, da sich mit der Zeit der Anteil an Gerbstoffen erhöht und sie bitter werden. Junge Pflanzen besitzen hingegen einen angenehmen Geschmack nach frischen Kräutern. Brennnesseln lassen sich auch trocknen und später für den Teeaufguss verwenden.

Spitzwegerich eignet sich ebenso für die Teezubereitung. Das Gewächs aus der Familie der Wegerichgewächse wird vor allem als Hausmittel gegen Husten empfohlen, da die Inhaltsstoffe schleimlösend wirken sollen. Die Pflanze hat zwar einen recht eigenen krautigen Geschmack, kann aber gut mit Zitronensaft verfeinert werden. Für den Aufguss werden frische oder getrocknete Stängel und Blätter verwendet.

Kamille: Deutlich mehr als nur Unkraut

Viele Gartenbesitzer sind wenig erfreut, wenn sie die gelben Blütenköpfchen der Echten Kamille entdecken. Sie gilt als Unkraut, eignet sich aber hervorragend für einen Teeaufguss. Kamillenarten begegnen uns fast überall. Sie wachsen im Garten, am Wegesrand oder auf Feldern. Der Tee aus der Echten Kamille wird häufig bei Entzündungen der Atemwege empfohlen. Mittlerweile wurde die Pflanze auch von der Wissenschaft unter die Lupe genommen. Studienergebnisse konnten eine antibakterielle Wirkung nachweisen.[1] Statt also das nächste Mal die Pflanzen einfach zusammen mit dem übrigen Unkraut auf den Kompost zu werfen, lohnt sich ein gesunder Teeaufguss.

Rosmarin und Thymian im Garten anpflanzen

Einige Pflanzen lassen sich gut selbst anbauen und später für den Tee verwenden. Hier sind etwa Rosmarin und Thymian zu nennen, die unter anderem zum Verfeinern von Lebensmitteln genutzt werden. Allerdings ist Rosmarin nur bedingt winterhart. Es ist daher empfehlenswert, ihn zum Überwintern in den Wintergarten zu stellen. Thymian kommt in der Regel auch mit den hiesigen Wintern gut zurecht. Bei beiden Pflanzen sollten die Blätter für ca. 10 Minuten aufgebrüht werden. Thymian wird unter anderem bei Atemwegserkrankungen empfohlen, hier ist die Studienlage allerdings dürftig. Ob er das Immunsystem im Falle eines Infektes unterstützt, steht daher noch nicht zweifelsfrei fest.[2] Bei Rosmarin ist sich die Wissenschaft hingegen sicher, dass die ätherischen Öle eine antibakterielle und antioxidative Wirkung besitzen.[3]

Wichtiges beim Sammeln von Pflanzen in der Natur

Grundsätzlich sollte nur als Teeaufguss verwendet werden, was zweifelsfrei als ungefährlich identifiziert werden kann. Nicht alles, was in der freien Natur wächst, ist für den Menschen gesund. Giftige Kräuter sind bei uns zwar recht selten, es sollte jedoch kein Risiko eingegangen werden. Pflanzen, die an stark befahrenen Straßen wachsen, gilt es ebenfalls zu meiden. Auch Orte, an denen viele Hunde ihr Geschäft verrichten, sind nicht zum Sammeln von Kräutern geeignet. Und obwohl der Tee in der Regel mit 90 Grad heißem Wasser aufgebrüht wird, sollten die gesammelten Pflanzen vorher gründlich abgewaschen werden.


[1] https://bmcvetres.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12917-019-1854-4

[2] https://www.gesundheit.gv.at/aktuelles/archiv-2013/thymian-medizin-transparent

[3] https://utopia.de/ratgeber/rosmarintee-wirkung-und-rezept-zum-selbermachen/

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