Grüntee-Honig-Maske selber machen

Gesichtsmaske

Aus der Camellia sinensis kann nicht nur ein leckerer Teeaufguss gemacht werden. Grüntee wird vermutlich bereits seit seiner Entdeckung als tradiertes Mittel gegen Entzündungen und Infektionen verwendet. Medizinische Anwendung findet Grünteeextrakt heute vor allem in Arzneien gegen Pickel. Gleiches gilt für Honig: Auch er ist aufgrund seiner Eigenschaften Bestandteil zahlreicher Hygieneartikel. Besonders in Gesichtsmasken sind beide Naturprodukte häufig zu finden. Statt auf teure Artikel mit fragwürdigen Inhaltsstoffen zurückzugreifen, kann eine Grüntee-Honig-Maske aber auch recht einfach selbst hergestellt werden. Die notwendigen Zutaten hat jeder leidenschaftliche Teetrinker vorrätig.

Grüntee und Honig auf der Haut – die Studienlage

Tradierte Hausmittel aus der Natur helfen vielen Menschen bei gesundheitlichen Problemen, belastbare Studien, welche eine Wirkung wissenschaftlich nachweisen, existieren allerdings nur selten. Anders ist dies bei Honig und grünem Tee. Beide Naturprodukte wurden ausgiebig in wissenschaftlichen Studien untersucht.

In einer britischen Metastudie wurde der Forschungsstand zu den Eigenschaften von Honig genauer unter die Lupe genommen. So konnte festgestellt werden, dass es deutliche Anzeichen dafür gibt, dass Honig neben seiner antibakteriellen Wirkung[1] auch entzündungshemmend wirkt. Ursache hierfür sind vermutlich in ihm enthaltene Enzyme.[2] Diese ausgesprochen positiven Resultate führen dazu, dass manche Honigsorten mittlerweile sogar in der Krankenhauspflege eingesetzt werden.[3]

Auch die Studienergebnisse zu Grüntee sind vielversprechend, weshalb er in zahlreichen Kosmetikprodukten enthalten ist. Es gibt Belege, die darauf hindeuten, dass sich das enthaltene EGCG positiv auf die Haut auswirkt und Zellschäden reduziert. Des Weiteren konnte nachgewiesen werden, dass die äußerliche Anwendung von grünem Tee die Bildung von Blutgefäßen unter der Hautoberfläche vermindert und somit krankheitsbedingten Rötungen vorbeugen kann.[4] Grüntee ist daher ebenso wie Honig nicht nur für den Verzehr geeignet.

Zubereitung einer Grüntee-Honig-Maske

Eine Maske mit grünem Tee und Honig selbst herzustellen, ist mit wenig Aufwand verbunden. Allerdings sollte auf hochwertige lose Teeblätter aus ökologischem Anbau zurückgegriffen werden. Rückstände von Pestiziden im Tee sind grundsätzlich bedenklich und auch wenn der Tee nicht getrunken, sondern für eine Gesichtsmaske verwendet wird, sollten sich keine Giftstoffe in ihm befinden.

Die Basis der Gesichtsmaske

Zunächst müssen etwa zwei Teelöffel grüner Tee aufgekocht werden. Wichtig ist eine angemessen lange Ziehzeit von rund fünfzehn bis zwanzig Minuten, damit sich die Inhaltsstoffe des grünen Tees lösen können. Eine Wassermenge von 40 bis 50 ml ist bereits ausreichend. Anschließend wird ungefähr ein bis zwei Esslöffel Honig mit etwas Grüntee vermengt. Es ist nicht notwendig, den gesamten Tee zu verwenden. Im Vordergrund steht die entsprechende Konsistenz. Die Masse sollte nicht zu flüssig werden, damit sie sich noch gut auf das Gesicht auftragen lässt. Hier ist etwas Feingefühl gefragt. Die Teeblätter können bei Bedarf zerkleinert und der breiigen Masse hinzugegeben werden. Einer Lagerung dieser Grundlage für die Grüntee-Honig-Maske im Kühlschrank für etwa eine Woche steht nichts entgegen.

Weitere Zusätze

Des Weiteren können Backpulver oder grüne Tonerde hinzugemengt werden. Letztere enthält zahlreiche Spurenelemente und soll die Haut mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Beide Bestandteile haben Einfluss auf die Konsistenz der Gesichtsmaske und verbessern diese. Wer unter trockener Haut leidet, sollte außerdem etwas Kokosöl hinzufügen.

Die Grüntee-Honig-Maske muss ca. 10 Minuten einwirken, bevor sie wieder entfernt wird. Sie sollte gründlich mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Kurzzeitige Rötungen nach der Anwendung sind normal und werden durch eine verbesserte Durchblutung verursacht.

Allergische Reaktionen auf Honig

Die Anwendung einer Grüntee-Honig-Maske kann ein- bis dreimal wöchentlich erfolgen. Allergische Reaktionen auf eine solche Maske sind in den meisten Fällen nicht zu erwarten. Allerdings reagieren einige Pollenallergiker empfindlich auf manche Sorten Honig, da sich Rückstände von Pollen in dem flüssigen Gold befinden können. Hier ist meist die Wahl des Honigs entscheidend. Wer allergisch auf Blütenhonig reagiert, muss nicht zwangsläufig Probleme mit Waldhonig haben. Sollte also bereits bekannt sein, dass eine Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Honigsorten besteht, ist auf eine andere Sorte für die Grüntee-Honig-Maske zurückzugreifen.


[1] https://www.spektrum.de/news/wie-honig-wirkt/1761344

[2] https://ebm.bmj.com/content/early/2020/07/28/bmjebm-2020-111336

[3] https://www.apotheken-umschau.de/therapie/honig-verspricht-bessere-wundheilung-717519.html

[4] https://www.uniklinikum-saarland.de/de/einrichtungen/fachrichtungen/zellbiologie/seminar_zellbiologie_20192020/kaffee_tee_mehr_ist_besser/inhaltsstoffe/egcg/

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