Die Geschichte des Tees – Teil 2

Die Geschichte des Tees – Teil 2

28. August 2020 0 Von Emanuel

Haben Sie schon mal etwas von Rooibos oder dem Rotbusch gehört? Bei Teeliebhabern dürften in diesem Zusammenhang einige Erinnerungen wach werden, wenn man schon einmal etwas von dem Rooibos-Tee gehört hat. Dieser wird aus den aus dem Rooibos-Strauch hergestellt. Doch woher stammt diese Pflanze eigentlich? Man findet sie in den Regionen des Westkaps von Südafrika. Heute wird dieser Strauch gezielt angebaut, um aus seinen Erzeugnissen Tee herzustellen. Der Strauch blüht von Frühling bis Sommer in Südafrika. In der Regel kann die Lebensdauer eines Rooibos-Strauches über 10 Jahre betragen. Allerdings hat der Strauch wie viele andere Pflanzen auch mit dem Klimawandel zu kämpfen. In Afrika bilden sich immer mehr Wüstengebiete und nehmen dem Rooibos-Strauch somit den Lebensraum. Dies gilt auch für die Farmen, auf welchen die Sträucher zur Teegewinnung angebaut werden. Zudem wurde durch Studien dokumentiert, dass die Lebensdauer der Sträucher durch den Klimawandel deutlich verändert wurde. Die Sträucher sterben nun schon nach ca. 5 Jahren ab, was den Ertrag natürlich enorm senkt.

Wie verläuft die Ernte des Rooibos-Strauchs?

Bei der Ernte dieses Strauches ist Können gefragt, denn es ist eine Kunst für sich. Noch heute werden die Zweige des Rooibos zumeist per Hand abgeerntet. Dabei legen die Arbeiter Wert darauf, lediglich die jungen Äste zu ernten. Dadurch soll sichergestellt werden, dass ältere Äste am Strauch verbleiben und die Chance erhalten, weiter zu wachsen, was die Lebensdauer des Rooibos-Strauches verlängert. Darüber hinaus ist der Verzicht von Maschinen bei der Ernte auch noch ein Faktor, der umweltschonend ist. Nach der Ernte wird der Rooibos für die Fermentation vorbereitet. Hierzu wird er zerhackt und zerquetscht. Ist dies geschehen, wird das Material gewässert und belüftet. Danach bekommt das Material die Chance, in der Sonne zu trocknen.

Ein afrikanischer Tee frei von Koffein

Viele Teetrinker schwören auf den Rooibos-Tee, da dieser mehrere Vorteile mit sich bringt. Er ist koffeinfrei, wodurch man ihn auch abends ohne Einschlafprobleme trinken kann. Der Tee enthält viel Kalzium und Magnesium. Auch Natrium und Kalium sind enthalten. Dennoch gibt es auch Warnungen, dass man nicht zu viel von diesem Tee trinken soll. In einigen Proben wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Jedoch sind diese Mengen in der Regel unbedenklich, wenn man auch den Rooibos-Tee in Maßen genießt. Wenn Sie noch nie von dieser Teesorte gehört haben, so ist es eine Idee wert, den Rooibos-Tee zu kosten, denn er gilt als hochklassige Teesorte mit einem tollen Geschmack.