Entzündungshemmender Tee: Teesorten und worauf geachtet werden sollte

Entzündungshemmender Tee: Teesorten und worauf geachtet werden sollte

Das Wissen, dass Tee eine entzündungshemmende Wirkung besitzen kann, ist so alt wie die Teeherstellung selbst. Bereits vor tausenden von Jahren fanden Menschen heraus, dass das Aufkochen mancher Kräuter nicht nur ein positives Geschmackserlebnis bedeutet, sondern auch gegen Entzündungen im Körper hilft. Viele dieser Teesorten wurden mittlerweile auch wissenschaftlich untersucht und ihre Wirksamkeit bei Krankheiten bestätigt, womit diese die Schulmedizin um tradierte pflanzliche Heilkunde sinnvoll ergänzen. Diese Teesorten sind im Allgemeinen gut verträglich und es gibt nur wenige Kontraindikationen, die gegen den Genuss entzündungshemmender Tees sprechen. Allerdings sollte immer auf qualitativ hochwertige Produkte zurückgegriffen werden, da man hier sicher sein kann, dass sich noch genug von den pflanzlichen Wirkstoffen im Tee befinden.

Entzündungshemmende Teesorten

Thymian wird häufig bei Erkrankungen der oberen Atemwege verwendet. Das Kraut wirkt sowohl gegen Bakterien als auch gegen Viren und Pilze und wird daher bei Husten sowie allgemeinen Erkältungssymptomen verwendet.[1] Ferner liefert Thymian wertvolle Vitamine und Mineralien, wodurch sich ein weiterer gesundheitlicher Nutzen ergibt.

Kamille ist eine bekannte Pflanzensorte, die bei Krankheiten häufig als Tee aufgebrüht wird. Was lange Zeit eher auf tradiertem Wissen beruhte, wurde mittlerweile aber auch wissenschaftlich gut untersucht. So wirkt Kamille antibakteriell und kann sowohl innerlich bei Entzündungen im Mund als auch äußerlich bei Hautkrankheiten oder bei Verdauungsproblemen angewendet werden.[2] Zuviel der beliebten Heilpflanze ist jedoch selten gut: Es sollten am besten nicht mehr als drei Tassen pro Tag getrunken werden, da ansonsten Übelkeit auftreten kann.

Auch Salbei besitzt eine entzündungshemmende Wirkung und wird vor allem bei Beschwerden der Mund- und Rachenschleimhaut eingesetzt. Häufig wird Salbeitee daher bei Halsschmerzen getrunken und hilft rasch, die Beschwerden zu lindern. Eine Studie legt sogar die vorbeugende Wirkung von Salbei bei Mundkrebs nahe, hier müssen aber noch weitere wissenschaftliche Studien folgen.[3]

Die positiven Eigenschaften von Ingwer sind bei den meisten bekannt und so wird Ingwertee bevorzugt bei Erkältungen getrunken. Die antibakteriellen Eigenschaften der Wurzel werden ergänzt um die durchblutungsfördernde Wirkung. Ingwer ist daher eine beliebte Heilpflanze, welche im Winter bei vielen an erster Stelle steht.[4]

Brennnesseltee ist nicht jedermanns Sache und viele verschmähen den kräuterartigen Geschmack. Entzündungshemmend und antibakteriell wirkt dieser aber dennoch.[5] Geschmackliche Unterschiede zwischen Tee aus der frischen und der getrockneten Brennnessel bestehen zwar, entzündungshemmend wirkt dieser aber in beiden Fällen. Aufgrund seiner schmerzlindernden Wirkung wird Brennnesseltee gerne bei Kopf- und Gliederschmerzen während eines grippalen Infekts getrunken.

Wird Fenchel als Teeaufguss getrunken, nimmt man nicht nur zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe zu sich. Fenchel kann auch Krankheiten vorbeugen und dabei helfen, Symptome zu lindern. Fencheltee wirkt vor allem bei Verdauungsbeschwerden, besitzt aber auch eine schleimlösende Wirkung bei Erkältungen. Die entzündungshemmende Wirkung ist vermutlich der in ihm enthaltenen ätherischen Öle und Bitterstoffe zu verdanken.[6]

Entzündungshemmender Tee bringt uns wohlbehalten durch den Winter

Vor allem jetzt im Winter, wo uns zahlreiche Erkrankungen der Atemwege und der Magen-Darm-Region plagen werden, ist es sinnvoll, auf entzündungshemmende Teesorten zurückzugreifen. Hierbei ist einerseits auf qualitativ hochwertige Produkte zu achten und andererseits darf der Tee auch bereits getrunken werden, ohne dass akute Beschwerden aufgetreten sind. Diese manifestieren sich in der Regel erst, sobald man sich bereits mitten im Infekt befindet – entzündungshemmende Teesorten helfen aber bereits vorher und dienen so der Prophylaxe.

 

 

 

 

 

[1] https://www.netdoktor.de/heilpflanzen/thymian/#:~:text=Das%20Kraut%20vom%20Echten%20Thymian,Bakterien%2C%20Pilze%20und%20Viren%20wirksam.

[2] https://bmcvetres.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12917-019-1854-4

[3] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21894557/

[4] https://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/ingwer

[5] https://praxistipps.focus.de/brennnesseltee-wirkung-und-nebenwirkungen-im-ueberblick_99912#:~:text=Brennnesseltee%20%2D%20Wirkung%20auf%20den%20K%C3%B6rper%20und%20Nebenwirkungen&text=Die%20Pflanze%20hat%20entgiftende%2C%20schmerzlindernde,Arthrose%20oder%20Arthritis%20zu%20reduzieren.

[6] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/75823/Fenchel-lindert-klimakterische-Beschwerden-in-zwei-Studien

Emanuel

Gründer vo TeeZyt.ch

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