Bubble Tea erfreut sich gerade in der jungen Generation wachsender Beliebtheit. Dabei tauchen immer wieder Fragen auf, wie gesunde das Modegetränk eigentlich ist. Fakt ist, dass es sich bei dem Tee um ein kalorienhaltiges Getränk mit viel Zucker handelt. Doch die gesundheitlichen Auswirkungen hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie der Menge und Häufigkeit des Konsums, dem Alter und möglichen Vorerkrankungen. Beim Kalorien- und Zuckergehalt kommt es zudem noch auf die Art und Zusammensetzung des Tees an, denn Bubble Tea gibt es in unzähligen Varianten. Alle Zutaten, die zur Herstellung oder Verfeinerung verwendet werden, sind gesundheitlich unbedenklich. Das gilt auch für die mit Lebensmittelfarbe gefärbten Tapiokaperlen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die gesundheitlichen Vorteile und Risiken von Bubbletea.
Woraus besteht eigentlich Bubbletea?
Um die gesundheitlichen Risiken einschätzen zu können, muss man zunächst einmal wissen, woraus Bubbletea eigentlich besteht. Das Basisgetränk wird aus grünem oder schwarzem Tee hergestellt. Es gibt aber auch Varianten, die Kaffee, Milch, Saft oder Joghurt nutzen. Als Extrazutat wird manchmal noch Eis hinzugefügt. Die individuelle Farbe erhält das Getränk durch die Zugabe von Sirup. Für das gewisse Etwas sorgen die Tapiokaperlen, die Bubbles genannt werden und dem Getränk seinen Namen geben. Die Perlen haben eine Konsistenz wie ein Kaubonbon und sind haselnussgross. Sie werden in Sirup eingelegt und mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Wenn die Bubbles beim Draufbeissen platzen, wird ihr süsser Kern freigesetzt. Bubbletea gibt es in unzähligen Geschmacksrichtungen. Er ist nicht zuletzt so beliebt, weil man immer neue Mischungen erstellen kann.
Zucker- und Kaloriengehalt
Fruchtsirup und Tapiokaperlen enthalten sehr viel Zucker. Doch den Zuckergehalt kann man durch die hinzugegebene Menge nach Wunsch steuern. Ausserdem muss der Tee selbst nicht gesüsst sein. Der Kaloriengehalt beträgt bei einem mittelgrossen Bubbletea von 300 Millilitern 300 bis 700. Das entspricht rund 16 Stück Würfelzucker. Durchschnittliche Softdrinks erzielen in dieser Hinsicht übrigens keineswegs eine bessere Bilanz. Der Vorteil von Bubbletea ist, dass man den Zucker- und Kaloriengehalt durch die hinzugegebene Menge an Sirup und Bubbles selbst beeinflussen kann. Wer Bubbletea selbst mischen möchte, kann sich dafür Tapiokaperlen in spezialisierten Shops besorgen. Die Perlen sind in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie Erdbeere und Mango, erhältlich.
Genuss in Massen ist nicht gesundheitsschädlich
Bubbletea sollte gelegentlich genossen werden und kein fester Bestandteil der Ernährung sein. Wer regelmässig Sport treibt und sich gesund und ausgewogen ernährt, kann ab und an unbedenklich zum Bubbletea greifen. Sehr zu empfehlen ist es, ungesüssten schwarzen oder grünen Tee als Basisgetränk zu wählen. Ausserdem genügt für den vollen Geschmack oft schon die Hälfte des Sirups und der Bubbles.
Bubbletea ist kein Durstlöscher
Wer Bubble Tea kaufen oder selbst herstellen will, sollte wissen, dass es sich nicht um einen Durstlöscher handelt. Der hohe Zuckergehalt steigert eher das Durstgefühl. Deshalb sollten Sie bei hohen Temperaturen oder bei sportlichen Aktivitäten ungesüsste Durstlöscher bevorzugen.
Die Tapiokaperlen als Gefahrenquelle?
Neben dem hohen Zucker- und Kaloriengehalt werden oft die Tapiokaperlen als Gefahrenquelle benannt. Sie bestehen aus Stärke, die aus der Maniokwurzel gewonnen wird. Diese Wurzeln kommen in Mittel- und Südamerika als Grundnahrungsmittel sowie bei der Herstellung von Mehl zum Einsatz. Alternativ sind Bubbles aus Alginat zu erhalten. Sie umschliessen zumeist eine flüssige Sirupfüllung. Alginat ist ein Verdickungsmittel und wird aus dem Salz der Braunalge hergestellt. Die Perlen aus Maniok und Alginat bestehen also aus natürlichen Grundzutaten, die in auch in vielen anderen Bereichen der Lebensmittelherstellung eingesetzt werden.
Verschlucken der Bubbles
Vor allem bei kleinen Kindern von bis zu vier Jahren besteht die Gefahr, dass sie Bubbles verschlucken und diese in die Lunge geraten. In diesem Fall kann Erstickungsgefahr drohen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen zeigen Erfahrungswerte mit Fremdkörpern ähnlicher Grösse, dass die Gefahr deutlich geringer ist.
Bubbletea selber mixen für gesunden und nachhaltigen Genuss
Gesundheitliche Risiken von Bubbletea können Sie leicht minimieren, indem Sie ihn selbst mischen, anstatt fertige Drinks zu konsumieren. Dafür erhalten Sie in spezialisierten Shop eine breite Auswahl zu Zutaten und Zubehör. Die eigene Herstellung ist unkompliziert und ermöglicht es, die Menge von Sirup und Tapiokaperlen zu reduzieren bzw. bedarfsgerecht anzupassen. Zudem wissen Sie immer, was im Tee enthalten ist. Auf diese Weise können Allergiker ungünstige Farb- und Zusatzstoffe meiden. Ideen für die kreative Herstellung von Bubbletea findet man auf Internetseiten und in Sozialen Medien in Massen.
Fazit: Bubbletea bewusst geniessen
Bubble Tea Schweiz ist nicht schädlicher als andere Softdrinks, allerdings auch nicht gesünder. Er enthält viel Zucker und Kalorien. Deshalb sollte man ihn nicht regelmässig zu sich nehmen und auch nicht als Durstlöscher verwenden. Wegen der eventuell verschluckbaren Bubbles eignet sich das Getränk nicht für kleine Kinder. Wer Bubbletea gesünder und vielleicht auch etwas erfrischender gestalten will, sollte ihn selbst anmischen, anstatt auf Fertiggetränke zurückzugreifen. So können Sie den Zuckergehalt vermindern und ungünstige Farb- und Zusatzstoffe weglassen.
Quellen www.gesundheit.de/news/galerie-bubble-tea www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/so-gefaehrlich-ist-der-bubble-tea-vorsicht-vor-dem-trendgetraenk_id_2039817.html www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zum_trendgetraenk_bubble_tea-131823.html

